Landesnetzwerktreffen "Energie & Kommune"

Straßenbeleuchtung, E-Mobility und kommunale Abwasserwirtschaft: 10. Landesnetzwerktreffen beleuchtet Aktionsfelder für eine erfolgreiche Kommune

4. Juni 2018

Rund 40 Teilnehmer diskutierten auf Einladung der Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH (LENA) am Donnerstag, den 31. Mai 2018 auf dem 10. Landesnetzwerktreffen "Energie & Kommune" in der Stadthalle Burg zum Thema "Straßenbeleuchtung, E-Mobility und kommunale Abwasserwirtschaft: Aktionsfelder für eine erfolgreiche Kommune". Dabei wurden entsprechende Aufgaben und Handlungsspielräume für kommunale Entscheidungsträger beleuchtet und Erfahrungen ausgetauscht.

Schon aus dem Grußwort von Bürgermeister Jörg Rehbaum ging hervor, dass Burg als Tagungsort genau die richtige Wahl war. Denn die Kreisstadt Burg geht mit gutem Beispiel voran. Gemeinsam mit dem kommunalen Energieberater Udo Schmermer (KlimaKommunal), der auf dem Netzwerktreffen zum Thema „Handlungsfelder der Kommunen im Klimaschutz“ referierte, hat die Stadt ihr integriertes Klimaschutzkonzept ausgearbeitet.

Mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien, der Modernisierung des Verkehrs und der energetischen Sanierung des Gebäudebestands hat sich die Kreisstadt zwar viel vorgenommen, aber sie kann auch auf bereits erfolgreich umgesetzte Projekte zurückblicken. So zum Beispiel auf das Mieterstromprojekt „SonnenBurg“, wofür die Stadt als „Energiekommune des Monats April 2017“ ausgezeichnet wurde. Mit dem von den Stadtwerken und der Burger Wohnungsbaugenossenschaft eG ins Leben gerufenen Projekt konnte erstmalig eine ökologisch und ökonomisch attraktive Solar-Stromversorgung für Mieterinnen und Mieter realisiert werden. „Es gilt, die Energiewende auf kommunaler Ebene umzusetzen. Auf diesem Gebiet ist die LENA ein wichtiger Player in Sachsen-Anhalt“, betonte Bürgermeister Jörg Rehbaum.

In den Jahren 2014/2015 organisierte die LENA in Zusammenarbeit mit der Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt eine Aus-bzw. Weiterbildung zum/zur Kommunalen Energiebeauftragten (KommEB). In drei Durchgängen wurden 29 KommEBs ausgebildet. Um die Wirksamkeit der KommEBs im Land zu verbessern, wurde das Ausbildungskonzept unter Einbeziehung des Studieninstitutes für kommunale Verwaltung Sachsen-Anhalt e.V. (SIKOSA) nun überarbeitet. Die nächste Aus- bzw. Weiterbildung zum Kommunalen Energiebeauftragten soll im September 2018 starten.

Den Teilnehmern werden in dem modular aufgebauten Lehrgang die Grundlagen des kommunalen Energiemanagements vermittelt. „Ich kann die Qualifizierung zum KommEB jedem nur ans Herz legen“, betonte LENA-Geschäftsführer Marko Mühlstein auf dem 10. Landesnetzwerktreffen.

Kommunaler Klimaschutz hat viele Handlungsfelder

Was sind die Einflussfelder kommunaler Klimaschutz- und Energiepolitik? Wie können Kommunen E-Mobilität gestalten? Welche Mechanismen gibt es zur Energieeinsparung bei kommunalen Kläranlagen? Welche Maßnahmen können im Bereich effiziente Straßenbeleuchtung umgesetzt werden? Wie sehen die Fördermöglichkeiten aus? Diesen und vielen weiteren Fragen gingen die insgesamt sechs Fachreferenten in ihren Vorträgen auf den Grund.

Was Udo Schmermer bereits zu Beginn in seinem Vortrag sagte, kann gleichzeitig als Fazit des 10. Landesnetzwerktreffens gesehen werden: „Kommunaler Klimaschutz hat viele Handlungsfelder. Kommunen sind wichtige Akteure der Energiewende und müssen entsprechend ihrer Handlungsoptionen agieren, d.h. sie müssen weder alles finanzieren, noch selbst umsetzen. Sie bestimmen aber die Ziele, setzen die Rahmenbedingungen, koordinieren Projekte, beseitigen Hemmnisse und bestimmen wesentlich das Tempo.“

Die einzelnen Vorträge des 10. Landesnetzwerktreffens können im Downloadbereich heruntergeladen werden.

Pressemitteilung zum 10. Landesnetzwerktreffen im PDF-Format

 

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Einladung: 10. Landesnetzwerktreffen am 31. Mai 2018 in Burg

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Die Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH (LENA) lädt am 31. Mai 2018 um 9 Uhr zum nunmehr 10. Landesnetzwerktreffen "Energie & Kommune" nach Burg (bei Magdeburg) ein. Die Kreisstadt geht mit gutem Beispiel voran und hat sich für die Zukunft mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien, der Modernisierung des Verkehrs und der energetischen Sanierung des Gebäudebestands viel vorgenommen. Bürgermeister Jörg Rehbaum möchte es sich deshalb nicht nehmen lassen, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 10. Landesnetzwerktreffens persönlich in der Stadthalle Burg zu begrüßen.

Unter dem Motto "Straßenbeleuchtung, E-Mobility und kommunale Abwasserwirtschaft: Aktionsfelder für eine erfolgreiche Kommune" werden bei dem Treffen entsprechende Aufgaben und Handlungsspielräume für kommunale Entscheidungsträger zu diesen Schwerpunktthemen beleuchtet.

Die kommunalen Kläranlagen stellen in der Regel die größten Stromverbraucher im kommunalen Bereich dar und verbrauchen mehr Strom als Schulen, Krankenhäuser, Verwaltungsgebäude oder andere kommunale Einrichtungen. Zahlreiche Untersuchungen haben ergeben, dass es relative Energieeinsparpotenziale und Möglichkeiten zur besseren Ausnutzung des energetischen Potenzials der Abwasserbehandlungsanlagen gibt. Energieeinsparungen lassen sich durch kurz- und mittelfristige Maßnahmen vor allem bei der Belüftung sowie bei der Behandlung und Verwertung von Klärschlamm realisieren.

Rund 30 bis 50 Prozent ihres jährlichen Stromverbrauchs wenden deutsche Kommunen außerdem für die Straßenbeleuchtung auf. Durch die energetische Modernisierung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik können bis zu 80 Prozent des hierfür aufgewendeten Stromverbrauchs eingespart werden. Dies ist nicht nur ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der Energie- und Klimaschutzziele, sondern auch zur langfristigen Senkung der Stromkosten, wodurch der kommunale Haushalt spürbar entlastet wird. Dies ist besonders für Kommunen in der Haushaltskonsolidierung interessant.

Auch elektrische Antriebe bieten große Potenziale zur Verringerung der Abhängigkeit von Ölimporten sowie zur Reduzierung von Schadstoffemissionen. Aber erst wenn regenerativ erzeugter Strom in ausreichendem Umfang zur Verfügung steht, wird elektrischer Antrieb zur sinnvollen Alternative für Verbrennungsmotoren. Auch Kommunen können einen Beitrag zur Einführung und Verbreitung von Elektromobilität und anderen alternativen Antrieben leisten. Hierzu gehören zum Beispiel die Entwicklung umfassender Mobilitätskonzepte, die Unterstützung des Aufbaus einer Netz- und Ladeinfrastruktur oder die Anschaffung von Elektrofahrzeugen für den eigenen Fuhrpark.

Die LENA bringt Sie auf dem 10. Landesnetzwerktreffen mit Experten aus der Praxis und Energiewirtschaft zusammen, um zu diesen drei Leitthemen Erfahrungen auszutauschen. Fachreferenten beleuchten Handlungsfelder, Best-Practice-Beispiele und Förder-möglichkeiten. Abgerundet werden die Vorträge durch Informationsstände im Rahmen einer Begleitausstellung und der Möglichkeit, mit interessierten Stakeholdern aus Sachsen-Anhalt ins Gespräch zu kommen.

Die Tagung ist beitragsfrei und findet am Donnerstag, 31. Mai 2018, von 9.00 bis 15:00 Uhr in der Stadthalle Burg, Platz des Friedens 1 in 39288 Burg (bei Magdeburg) statt.

Hier finden Sie das detaillierte Programm.

Pressemitteilung im PDF-Format

Wir freuen uns über Ihre Anmeldung.

Weitere Informationen und Hinweise:

Im Anschluss an das Landesnetzwerktreffen (spätestens 15 Uhr) möchten wir auf folgende mögliche Aktivitäten hinweisen, die nicht als Teil des Landesnetzwerktreffens organisiert werden und der Eigenregie der Teilnehmer obliegen:

  • Die Stadtwerke Burg stellen im Rahmen der Veranstaltung ihren "Showroom" zur Sanierung von Beleuchtungsanlagen vor, der im Anschluss besucht werden kann.
  • Die Landesgartenschau Burg 2018 ist vom Veranstaltungsort fußläufig erreichbar. Tickets und weitere Informationen finden Sie unter https://laga-burg-2018.de/.

Wir bieten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Netzwerktreffens, die in den Themenfeldern der Veranstaltung aktiv sind, die Möglichkeit, sich im Foyer der Stadthalle in Form eines kleinen Informationsstands zu präsentieren. Bei Interesse kontaktieren sie uns telefonisch unter (0391) 567 2038 oder per E-Mail an rapp@lena-lsa.de.