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8 Ar­gu­men­te für Pho­to­vol­ta­ik

1) Ska­lier­bar­keit

Pho­to­vol­ta­ik funk­tio­niert von der Balkon-​Solaranlage mit Ab­mes­sun­gen von bspw. 2,38 x 1,13 m (ca. 700 W) bis hin zum So­lar­park mit Flä­chen von meh­re­ren Hekt­ar. In Teut­schen­thal be­fin­det sich zum Bei­spiel ein So­lar­park auf 12,6 ha (mit 46432 Mo­du­len) und einer in­stal­lier­ten Leis­tung von 13,5 MW. Das be­deu­tet, dass sich vom Un­ter­neh­mer bis zum Single-​Haushalt jeder und jede be­tei­li­gen kann. Die Mög­lich­keit, viele klei­ne An­la­gen de­zen­tral zu in­stal­lie­ren und Teile des Stroms di­rekt vor Ort zu nut­zen, führt schließ­lich zu einer Ent­las­tung der Strom­net­ze.

2) Va­ria­bi­li­tät des Stand­orts

Die Fle­xi­bi­li­tät in der An­la­gen­grö­ße er­mög­licht die An­wen­dung so­wohl auf dem Land als auch in der Stadt - ohne räum­li­che Be­schrän­kun­gen. Auch für die Ver­kehrs­wen­de in der Stadt ist die platz­spa­ren­de Kom­bi­na­ti­on von Elek­tro­mo­bi­li­tät mit PV auf Dä­chern, Car­ports und Park­plät­zen sowie an Fas­sa­den eine wich­ti­ge Vor­aus­set­zung.

3) Nied­rigs­te Strom­kos­ten

Nach einer Stu­die des Fraun­ho­fer ISE von 2021 kos­tet die Er­zeu­gung von So­lar­strom zwi­schen 3,12 und 11,01 Ct/kWh, je nach An­la­gen­typ und Son­nen­ein­strah­lung. Damit ist dies die güns­tigs­te Art Strom zu er­zeu­gen. Ab 2024 wer­den Strom­ge­ste­hungs­kos­ten für alle PV-​Anlagen (ohne Spei­cher) unter 10 Ct/kWh lie­gen. Der Bau von neuen kon­ven­tio­nel­len Kraft­wer­ken führt da­ge­gen zu Strom­ge­ste­hungs­kos­ten von min­des­tens 7,5 Ct/kWh und steigt wei­ter durch den An­stieg der CO2-​Steuer. Der VDI er­mit­tel­te Kos­ten unter 4 Ct/kWh für PV-​Großanlagen, im Be­trieb nach der wirt­schaft­li­chen Ab­schrei­bung fal­len diese Kos­ten unter 1 Ct/kWh.

4) ge­rin­ge Pro­jekt­dau­er

Für PV-​Großprojekte wer­den von der Pla­nung bis zur In­be­trieb­nah­me Zei­ten von 6 bis 18 Mo­na­ten an­ge­ge­ben, die ver­gleichs­wei­se ge­ring sind. Im pri­va­ten Be­reich liegt die Dauer dar­un­ter, hier hängt sie maß­geb­lich vom Netz­an­schluss durch den Netz­be­trei­ber ab und kann meh­re­re Mo­na­te be­tra­gen.

5) Lang­le­big­keit

Die tech­ni­sche Le­bens­dau­er von PV-​Anlagen be­trägt 30 Jahre und mehr. Das heißt auch nach dem Aus­lau­fen einer EEG-​Förderung kön­nen sie noch ei­ni­ge Jahre „kon­kur­renz­los güns­ti­gen Strom“ für die öf­fent­li­che Ver­sor­gung lie­fern.

6) Ab­nah­me des Flä­chen­be­darfs

Die Zu­nah­me der Mo­dul­leis­tung führ­te in den letz­ten Jah­ren zu einer deut­li­chen Er­hö­hung der in­stal­lier­ten Leis­tung. Die be­nö­tig­te Flä­che sank von 4,1 ha/MW (2006) auf 1 ha/MW (2021). Damit sank der Flä­chen­be­darf um 75 %. Die Strom­erzeu­gung aus PV ist damit ak­tu­ell etwa 40-mal ef­fi­zi­en­ter als die Strom­erzeu­gung aus Bio­gas unter Mais-​Einsatz.

7) Mehr­fach­nut­zung von Flä­chen

Wei­ter­hin senkt die Nut­zung von be­reits ver­sie­gel­ten Flä­chen - also den Dach­flä­chen im pri­va­ten, öf­fent­li­chen und ge­werb­li­chen Be­reich - den Be­darf an Frei­flä­chen­an­la­gen. Diese Be­trach­tung lässt sich auf Bio­top­flä­chen und Agri-​PV aus­deh­nen.

Be­reits 4 % der deut­schen Agrar­flä­chen wür­den den ak­tu­el­len Strom­be­darf (1700 GW) de­cken. Dafür wür­den die Flä­chen des Gar­ten­baus (Dau­er­kul­tu­ren wie Obst, Wein und Son­der­kul­tu­ren) ge­nü­gen. Im Be­reich Agri-​PV ist mit Ern­te­ein­bu­ßen von bis zu 20 % zu rech­nen. Al­ler­dings sind auch Er­trags­über­schüs­se mög­lich, da die So­lar­mo­du­le als Schat­ten­spen­der und Ha­gel­schutz wir­ken und die Aus­trock­nung der Böden ver­rin­gert wer­den kann. Der er­zeug­te Öko­strom kann di­rekt im land­wirt­schaft­li­chen Be­trieb ein­ge­setzt wer­den. Mehr er­fah­ren

8) Hohe Na­tur­ver­träg­lich­keit

Durch die Nut­zung der Flä­chen zur Strom­erzeu­gung ent­fällt die öko­no­mi­sche Nut­zung des Grün­lan­des. Des­halb wer­den kaum oder kein Dün­ger und Pflan­zen­schutz­mit­tel ver­wen­det. Au­ßer­dem sind die Mahd­zy­klen re­du­ziert, da die Heu­ge­win­nung nur eine un­ter­ge­ord­ne­te Rolle spielt. Brei­te­re Rei­hen­ab­stän­de zwi­schen den Mo­dul­flä­chen ver­grö­ßern die be­sonn­te Flä­che und er­hö­hen die Arten und In­di­vi­du­en­zah­len (In­sek­ten, Rep­ti­li­en, Brut­vö­gel). Große An­la­gen kön­nen sogar Ha­bi­ta­te aus­bil­den, die den Auf­bau von Po­pu­la­tio­nen er­mög­li­chen (z.B. Zaun­ei­dech­sen oder Brut­vö­gel). Zu­sätz­lich pro­fi­tie­ren kon­kur­renz­schwa­che Arten von Schaf­be­wei­dung statt Mahd, wenn of­fe­ne Bo­den­stel­len für die Kei­mung be­nö­tigt wer­den. Fer­ner wird durch den Auf­bau von Humus in Dau­er­grün­land (ge­gen­über Acker­bö­den) ein Bei­trag zur CO2-​Speicherung er­zielt. Da häu­fig ein Mo­ni­to­ring fehlt, sind Aus­sa­gen zu Tier­grup­pen oft schwie­rig. Hier be­steht Hand­lungs­be­darf. Mehr er­fah­ren

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An­sprech­part­ne­rin

Clau­dia Jahn

Ko­or­di­na­to­rin Ser­vice­stel­le Er­neu­er­ba­re En­er­gien

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