Für die umfassende energetische Komplettsanierung des 1970 errichteten Jugendwaldheims unter Verwendung nachwachsender Baustoffe wurde das Landeszentrum Wald Sachsen-Anhalt, Betreuungsforstamt Nordöstliche Altmark, aus Arendsee heute (2. April) mit einer „Grünen Hausnummer Sachsen-Anhalt PLUS“ ausgezeichnet. Damit ist nun die erste von landesweit 73 Grünen Hausnummern in Sachsen-Anhalts Norden zu finden. Darüber hinaus handelt es sich um die landesweit erste Auszeichnung in der Kategorie „wohnähnliche Gebäude“, in die beispielsweise Wohnheime, Hotels etc. fallen.
Überreicht wurde die „Grüne Hausnummer PLUS“ heute durch den Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt, Thomas Wünsch, den stellvertretenden Landrat des Altmarkkreises Salzwedel, Matthias Baumann, den stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Arendsee, Michael Niederhausen, den Geschäftsführer der Architektenkammer Sachsen-Anhalt, André Schlecht-Pesé, Thomas Rochel von der Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt sowie den Geschäftsführer der Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt (LENA), Marko Mühlstein.
Energie-Staatssekretär Thomas Wünsch betonte: „Eine tolle Premiere für den Altmarkkreis Salzwedel: Ich freue mich, dass wir heute die erste grüne Hausnummer in der Region überreichen können. Das Gebäude des Landeszentrums Wald am Arendsee stammt zwar aus den 1970ern, kann aber nach umfassender Frischzellenkur bei Energieeffizienz und Nachhaltigkeit auch mit Neubauten mithalten. Dieses zukunftsweisende Beispiel sollte auch hier im Landesnorden Schule machen.“
Forstamtsleiterin Katja Döge sowie Jugendwaldheimleiter Peter Kramer dürfen sich nun über eine individuell angefertigte Hausnummer aus Emaille für das sanierte Objekt und eine Urkunde freuen. Die an der Sanierung beteiligten Handwerksfirmen aus Sachsen-Anhalt wurden ebenfalls mit einer eigenen Urkunde gewürdigt.
„Als Architektenkammer Sachsen-Anhalt freuen wir uns sehr über die Auszeichnung des Jugendwaldheims Arendsee mit der Grünen Hausnummer PLUS. An diesem Ort wird jungen Menschen bereits in Schule und Ausbildung die Bedeutung von Nachhaltigkeit vermittelt und macht sie mit einem der wichtigsten Naturmaterialien vertraut. Die Sanierung und langfristige Weiternutzung des 55 Jahre alten Gebäudes zeigen eindrucksvoll, wie nachhaltiges Bauen und der bewusste Umgang mit Ressourcen in der Praxis gelingen können. Das Projekt beweist, dass durchdachte Sanierungskonzepte Bestandsgebäude zukunftsfähig machen. Es dient damit als
Vorbild für nachhaltige Architektur und ressourcenschonendes Bauen in Sachsen-Anhalt", ergänzt André Schlecht-Pesé, Geschäftsführer der Architektenkammer Sachsen-Anhalt.