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Energieberatung vor Ort stärken: Schneider und Willingmann würdigen Arbeit der Landesenergieagentur

Wie lassen sich Energiekosten senken, Gebäudesanierungen erleichtern und Kommunen bei der Wärmeplanung unterstützen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Besuchs von Bundes­umweltminister Carsten Schneider und Sachsen-Anhalts Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt, Prof. Dr. Armin Willingmann, bei der Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt (LENA) in Magdeburg.

Gemeinsam mit Geschäftsführer Marko Mühlstein sprachen die beiden Minister über die Arbeit der LENA, den Ausbau regionaler Beratungsangebote für die energetische Gebäudesanierung und die Zukunft des Bundesprojekts Stromspar-Check.

Bundesumweltminister Carsten Schneider unterstrich die Bedeutung regional verankerter Ener­gieagenturen: „Für viele Menschen entscheidet sich die Energiewende nicht in einer Grundsatzde­batte, sondern bei der Heizkostenabrechnung, im Heizungskeller oder bei der Frage, wie sie eine energetische Sanierung finanzieren können. Deshalb brauchen wir unabhängige Beratung, die verständlich ist und die Menschen vor Ort erreicht. Die LENA leistet genau diese praktische Arbeit. Solche Strukturen sind unverzichtbar, wenn Klimaschutz bezahlbar bleiben und im Alltag der Menschen ankommen soll.“

Ein Schwerpunkt des Gesprächs war die Einrichtung sogenannter „One-Stop-Shops“ für die ener­getische Gebäudesanierung. Solche zentralen Anlaufstellen sollen Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen künftig von der ersten Orientierung über Fördermöglichkeiten und geeignete Maßnahmen bis zur Umsetzung begleiten.

Die europäische Gebäuderichtlinie sieht den Aufbau entsprechender Beratungsstrukturen vor. Der Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands e.V. (eaD) hat dazu ein Kon­zept entwickelt, das auf bereits bestehenden regionalen Netzwerken aufbaut. Als Landesenergie­agentur verfügt die LENA über langjährige Erfahrungen und Kontakte zu Kommunen, Unternehmen sowie Partnern aus Energieberatung und Handwerk.

Energieminister Armin Willingmann hob die Bedeutung dieser Strukturen für Sachsen-Anhalt her­vor: „Energiepolitik darf nicht bei Gesetzen und Förderprogrammen stehen bleiben. Sie muss im Rathaus, in der Werkhalle und am Küchentisch ankommen. Genau dafür steht die LENA. Sie unter­stützt Kommunen bei der Wärmeplanung, hilft Unternehmen beim Energiesparen und gibt Ver­braucherinnen und Verbrauchern Orientierung bei Sanierung, Förderung und Energiekosten. Wer bezahlbare Energie, eine wettbewerbsfähige Wirtschaft und verlässlichen Klimaschutz will, braucht diese unabhängige Unterstützung. Die LENA ist für Sachsen-Anhalt unverzichtbar.“

Ein weiteres Thema war die Zukunft des Stromspar-Checks. Das Bundesprojekt unterstützt Haus­halte mit geringem Einkommen dabei, ihre Strom-, Heiz- und Wasserkosten zu senken. Durch kostenlose Beratung und praktische Soforthilfen können teilnehmende Haushalte jährlich bis zu 300 Euro sparen. Zugleich eröffnet das Projekt ehemals langzeitarbeitslosen Menschen durch ihre Qualifizierung zu Stromsparhelferinnen und Stromsparhelfern neue berufliche Perspektiven.

Die LENA unterstützt das Angebot seit Jahren in Sachsen-Anhalt. Im Gespräch ging es darum, wie bewährte Strukturen langfristig gesichert und weitere Haushalte erreicht werden können.

„Unsere Aufgabe ist es, aus energiepolitischen Zielen konkrete Unterstützung zu machen: für die Kommune, die ihre Wärmeversorgung plant, für den Betrieb, der seine Energiekosten senken möchte, und für Familien, die bei der nächsten Heizkostenabrechnung nicht überrascht werden wollen“, erklärte LENA-Geschäftsführer Marko Mühlstein. „Beim Ausbau der Sanierungsberatung und beim Stromspar-Check können wir auf bestehende Netzwerke und Erfahrungen zurückgrei­fen. Das spart Zeit, vermeidet Doppelstrukturen und stellt sicher, dass Unterstützung dort an­kommt, wo sie gebraucht wird.“

Hintergrund

Die Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt (LENA) unterstützt Kommunen, Unternehmen und private Haushalte produkt- und anbieterneutral bei Energieeffizienz, Energieeinsparung und nach­haltiger Energieversorgung. Sie gehört dem Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagentu­ren Deutschlands (eaD) an, dessen ehrenamtlichen Vorsitz LENA-Geschäftsführer Marko Mühlstein seit November 2025 innehat.