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Vom Planen zum Machen.

Unter Leitung des Ministeriums für Infrastruktur und Digitales entsteht im Land Sachsen-Anhalt eine offene, modulare und skalierbare IT-Infrastruktur auf Basis verbindlicher Standards und Open Source. Insgesamt richtet sich das Angebot an Kommunen, Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Investoren sowie weitere Stakeholder. Eine zentrale Datendrehscheibe soll alle relevanten Daten der Kommunalen Wärmeplanung (KWP) bündeln. Die Fachanwendung „HAL-Plan“ wird die Darstellung unter anderem zur datenbasierten Eignungsprüfung gemäß §14 Wärmeplanungsgesetz ermöglichen und die Visualisierung sowie Analyse der Wärmepläne unterstützen. Bürger werden sich über das Beteiligungsportal Sachsen-Anhalt einbringen können, ein Informationsportal wird die Angebote bündeln und einen zentralen Zugang bereitstellen. Der Digitale Fachzwilling für die KWP soll eine gemeinsame ressortübergreifende Landeslösung sein, eingebettet im Ökosystem Digitaler Zwilling und auf Grundlage des Geobasiszwillings des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation Sachsen-Anhalt (LVermGeo). Er soll das Know-how seiner Projektpartner bündeln und Kommunen von der Datengrundlage über die Planung bis zur Fortschreibung und Umsetzung mit einer zukunftssicheren Plattform vom Land begleiten.

Projektpartner:

  • Ministerium für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt
  • Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt
  • Stadt Halle (Saale) und die Landeshauptstadt Magdeburg
  • Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH (LENA)
  • Landesamt für Vermessung und Geoinformation Sachsen-Anhalt (LVermGeo)

Die Plattform bietet zukünftig:

  • zentrale und aktuelle Grundlagendaten (Geobasis- und Geofachdaten)
  • HAL-Plan für die Eignungsprüfung nach § 14 WPG sowie Visualisierung und Analyse der Wärmeplanung
  • Informationen und fachliche Unterstützung
  • digitale Bürgerbeteiligung
  • Transparenz über den Planungs- und Umsetzungsstand für die Kommunen und Investoren

Warum eine gemeinsame Landeslösung?

  • Datensouveränität: Die Daten bleiben in kommunaler Hand und können unabhängig von einzelnen Dienstleistern weiter genutzt werden.
  • Weniger Abhängigkeiten: Statt individueller Einzellösungen steht eine dauerhaft verfügbare und landesweit abgestimmte Plattform zur Verfügung.
  • Kosten- und Ressourceneffizienz: Gemeinsame Entwicklung, Betrieb und Weiterentwicklung vermeiden Doppelstrukturen und reduzieren den Aufwand für Kommunen.
  • Einheitliche Standards: Alle Beteiligten arbeiten auf einer gemeinsamen Daten- und Prozessgrundlage – das erleichtert Zusammenarbeit und Datenaustausch.
  • Offene Architektur: Die Plattform lässt sich mit bestehenden Fachverfahren und zukünftigen Anwendungen verbinden.

Mit Perspektive: Die Produkt-Roadmap

Der Digitale Zwilling endet nicht mit der Erstellung des Wärmeplans. Die Plattform soll kontinuierlich weiterentwickelt und an die Anforderungen der Kommunen angepasst werden. Perspektivisch sind unter anderem vorgesehen:

  • Unterstützung der Fortschreibung kommunaler Wärmepläne,
  • Werkzeuge für das Umsetzungs- und Maßnahmenmonitoring,
  • Erweiterungen für Stadtentwicklung und integrierte Infrastrukturplanung,
  • zusätzliche Fachmodule entsprechend neuen gesetzlichen Anforderungen und kommunaler Bedarfe,
  • Ausbau des Ökosystems Digitaler Zwilling auf der Grundlage des Geobasiszwillings Sachsen-Anhalt

Eine Landeslösung soll damit keine einmalige Software sein, sondern eine langfristige digitale Infrastruktur im Kontext der Geodateninfrastruktur Sachsen-Anhalt, die mit den Anforderungen der Kommunen wächst.

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