Rückblick: 9. Landesnetzwerktreffen in Staßfurt

30. November 2017

Über 40 Teilnehmer diskutierten am 30. November auf dem 9. Landesnetzwerktreffen "Energie & Kommune" im Salzlandtheater in Staßfurt zum Thema "Effizienz mit Einspargarantie: Energieeinspar-Contracting in der Kommune" und tauschten ihre Erfahrungen hierzu aus.

Schon in seinem Grußwort stellte der Oberbürgermeister der Stadt Staßfurt, Sven Wagner vor den Teilnehmern aus allen Regionen Sachsen-Anhalts klar: auch Staßfurt will zukünftig in Sachen Klimaschutz und Energieeinsparen so einiges bewegen, deshalb habe man den Tagungsort für das 9. Landesnetzwerktreffen "Energie & Kommune" genau richtig gewählt. Noch vor Weihnachten sollen substantielle Gespräche mit den Fachleuten der Landesenergieagentur (LENA) hierzu geführt werden, so Wagner zur Begrüßung.

Welche verschiedenen Contracting-Modelle gibt es und wie grenzt sich das Einspar-Contracting (ESC) von anderen Modellen ab? Wie ist der Ablauf eines ESC-Projekts, was ist bei dem Vergabeverfahren zu beachten und welche Bestandteile sollten im Vertrag nicht fehlen? Diesen und vielen weiteren Fragen ging Achim Neuhäuser als Hauptreferent im Auftrag der Deutschen Energie-Agentur (dena) auf dem Grund. Neben Grundlagen und Fachwissen zum Energieeinspar-Contracting brachte er aber auch einige Praxisbeispiele aus Berlin mit nach Staßfurt. So konnten dort seit 1996 bei 1.400 öffentlichen Gebäuden sowie 500 Liegenschaften durchschnittlich Kosten in Höhe von 11,7 Millionen Euro pro Jahr durch Einspar-Contracting reduziert werden.

"Aus ökonomischer und ökologischer Sicht ist Contracting eine Win-Win-Strategie", so Achim Neuhäuser. "Die Umsetzung von Sanierungs- oder Optimierungsmaßnahmen ist ohne oder mit wenig Eigenkapital möglich. Dabei sichert die Prüfung mehrerer Angebote die höchste Wirtschaftlichkeit. Zudem ermöglicht das Know-how eines spezialisierten Dienstleisters die Aktivierung vorhandener Energieeinsparpotenziale", fasst Neuhäuser zusammen.

Peter Steinfurth, Fachbereichsleiter Öffentlicher Sektor, stellte einen Leitfaden für das kommunale Energiemanagement (KEM) vor. "Kommunales Energiemanagement lohnt sich!", betont Steinfurth. "Erfahrungsgemäß sind durch organisatorische und geringinvestive Maßnahmen Einsparungen bis zu 20 Prozent möglich. Zudem erhalten Kommunen einen Überblick über die tatsächlichen Energiekosten und Einsparpotenziale sowie den technischen Gebäudezustand. Schwachstellen werden systematisch aufgespürt", erläutert der Fachbereichsleiter die Vorteile eines Kommunalen Energiemanagements. Die LENA unterstützt Kommunen beim Aufbau eines systematischen KEM und hat hierfür einen Leitfaden entwickelt, der als Praxishilfe für den Einführungsprozess dienen soll.

Ulrike Nestmann, Fachbereichsleiterin Verbraucher, informierte die Teilnehmer des Landesnetzwerktreffens über den Auszeichnungswettbewerb "Grüne Hausnummer Sachsen-Anhalt". Zudem stellte Sebastian Knabe von der Investitionsbank den interessierten Gästen die beiden Förderprogramme "Sachsen-Anhalt ENERGIE" sowie "Sachsen-Anhalt MODERN" vor und erläuterte deren Unterschiede und Förderbedingungen.

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