Menu
menu

„KlimaContest Kommunal 2019“: Umweltministerium ruft zur Wettbewerbsteilnahme auf

15. Juli 2019

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt (MULE) ruft mit Unterstützung der Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH (LENA) alle Kommunen im ländlichen Raum in Sachsen-Anhalt zur Teilnahme am kommunalen Klimaschutzwettbewerb „KlimaContest Kommunal 2019“ auf. Die drei besten Projekte werden mit bis zu 40.000 Euro bei ihrer Realisierung unterstützt.

 

Der Wettbewerb für die Umsetzung von Klimaschutzprojekten in Kommunen verfolgt das Ziel, die Entwicklung beispielhafter Projekte anzuregen und deren Umsetzung zu unterstützen. Die Projektskizzen mit allen erforderlichen Informationen sind bei der Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH (LENA) bis zum 15. Oktober 2019 per Post an Olvenstedter Str. 4, 39108 Magdeburg, oder per E-Mail an lena(at)lena-lsa.de einzureichen. Die Mitarbeiter der LENA stehen außerdem gern für Rückfragen zur Verfügung (Tel.: 0391-567 2040).

 

Zum Wettbewerbsaufruf

Neue Energie im Landesnetzwerk „Energie & Kommune“: VKU wird Kooperationspartner der LENA

Der Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU) ist ab sofort neuer Kooperationspartner der Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH (LENA).

Der Startschuss für die zukünftige Zusammenarbeit fiel auf dem "AUDITFORUM 2018" in Magdeburg. Offiziell verkündet hat sie dort der Landesgruppenvorsitzende des VKU in Sachsen-Anhalt und Geschäftsführer der Städtischen Werke Magdeburg, Helmut Herdt.

Schwerpunkt der Zusammenarbeit ist das von der LENA seit 2014 erfolgreich geführte Landesnetzwerk "Energie & Kommune". In diesem Netzwerk werden praxisrelevante Themen der kommunalen Verwaltungen bearbeitet. Ganz konkret geht es darum, strukturelle Defizite im Land zu beseitigen und Lücken zu schließen. Die Bandbreite ist sehr groß - von der Straßenbeleuchtung über Energiemanagement bis hin zu Mobilitätsfragen. Die bisherigen zehn landesweiten Veranstaltungen mit mehr als 600 Teilnehmern haben dazu beigetragen, die Themen im Land zu verbreiten und zu konkreten Umsetzungen geführt.

"Die neue Partnerschaft ist für beide Seiten ein großer Gewinn, über die kommunalen Unternehmen erreichen wir jetzt neue Zielgruppen wie zum Beispiel Versorgungs- und Verkehrsbetriebe. Dadurch können nicht nur neue thematische Impulse gesetzt, es werden auch die aktuellen Entwicklungen der Energiewirtschaft in die Netzwerkarbeit einfließen." sagt Marko Mühlstein, Geschäftsführer der LENA.

Helmuth Herdt hierzu: "Wir freuen uns, als VKU zukünftig das Landesnetzwerk "Energie & Kommune" zu unterstützen. Mit der Zusammenarbeit werden LENA und VKU Synergien nutzen und nicht zuletzt auch die Landesnetzwerktreffen qualitativ aufwerten".

Die Kooperation soll auch dazu beitragen, die Zielerreichung des Landes bei Energieeffizienz und Klimaschutz gemeinsam zu unterstützen. Thematische Schwerpunkte werden u.a. die Rahmenbedingungen für die Energiebeschaffung, Energieeffizienzsteigerung für Kläranlagen sowie das kommunale Energiemanagement sein.

Hintergrund:

Die thematischen Schwerpunkte Energieeffizienz & Klimaschutz wurden bis zur Gründung der Landesenergieagentur in 2012 nur unzureichend im Land bearbeitet. Verschiedene Zuständigkeiten in den Ministerien und der Landesverwaltung führten dazu, dass teilweise Fördertöpfe nicht abgerufen, Projekte nicht bearbeitet oder Wissen nicht an die entsprechenden Stellen im Land transferiert worden ist. Mit der Initiierung und Umsetzung des Netzwerkes durch die LENA ist ein wichtiger Baustein bei der Vernetzung der Akteure innerhalb des Landes umgesetzt worden.

Das Landesnetzwerk "Energie & Kommune" ist fester Bestandteil der Kommunalkampagne "Energie & Kommune: Klimaschutz = Kostensenkung (E3K)" der LENA. Es wurde 2014 ins Leben gerufen und dient dem Informationsaustausch, dem Zusammenführen von Projektpartnern, der Verbreitung von Beratungs-, und Förderinformationen, der Umsetzung von Weiterbildungsangeboten sowie der Motivation zur Projektrealisierung und deren Umsetzungsbegleitung. Hierzu finden jährlich ein bis zwei Landesnetzwerktreffen an wechselnden Orten in ganz Sachsen-Anhalt statt. Bei diesen handelt es sich um thematische Weiterbildungsveranstaltungen mit dem Ziel des Informationsaustausches innerhalb des Netzwerkes und mit ausgewiesenen Fachleuten.

11. ENERGIEFORUM Sachsen-Anhalt

Die energetische Erneuerung des Gebäudebestandes ist für die Kommunen im Land eine der großen Herausforderungen. Dabei handelt es sich weniger um einzelne Gebäude, sondern vielmehr um die Sanierung ganzer Stadtquartiere. Bei der effektiven Planung und Umsetzung der energetischen Quartierssanierung spielt die Aufstellung eines energetischen Quartierskonzeptes eine entscheidende Rolle.

Welches Potenzial komplexe Quartierskonzepte in Bezug auf Städtebau und Energieeffizienz besitzen und welche Wege und Lösungen es gibt, solche Quartiersprojekte zu realisieren, darüber diskutierten über 100 Bürgermeister, Energie- und Planungsexperten auf dem 11. ENERGIEFORUM Sachsen-Anhalt am 24. Oktober 2018 im Kloster St. Marien zu Helfta in der Lutherstadt Eisleben.

KfW-Programm "Energetische Stadtsanierung" fördert energetische Quartierskonzepte 

Zentrale Rolle bei der Erstellung eines energetischen Quartierskonzeptes spielt das KfW-Förderprogramm 432 "Energetische Stadtsanierung". Dabei werden quartiersbezogene energetische Konzepte sowie die Kosten eines Sanierungsmanagements, das die Umsetzung solcher Konzepte begleitet und koordiniert, mit einer Förderquote von 65 Prozent unterstützt.

In Sachsen-Anhalt haben bisher 15 Städte und Gemeinden das KfW-Programm in Anspruch genommen und Zuschüsse in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro für die Aufstellung energetischer Quartierskonzepte in insgesamt 18 Stadtquartieren erhalten. "Die Energiewende könnte weiter vorangetrieben werden, wenn mehr Kommunen das KfW-Programm nutzen würden", betonte Dr. Sebastian Putz, Staatssekretär im Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr, auf dem 11. ENERGIEFORUM Sachsen-Anhalt.

11. ENERGIEFORUM Sachsen-Anhalt soll weitere Städte und Gemeinden motivieren

Dass Sachsen-Anhalt im Bundesvergleich die Förderung zur Sanierung der Stadtquartiere unterdurchschnittlich nutzt, weiß auch LENA-Geschäftsführer Marko Mühlstein: "Mit dem 11. ENERGIEFORUM Sachsen-Anhalt wollen wir genau dort ansetzen und helfen. Denn die energetische Sanierung von Stadtquartieren ist in mehrfacher Hinsicht sinnvoll und effizient. Bei der Wärmeversorgung, Lüftung, der Sektorenkopplung bis hin zur nachhaltigen Mobilität lassen sich Synergien nutzen."

Zu dem 11. ENERGIEFORUM hat die Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH (LENA) gemeinsam mit dem Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr sowie den Verbänden der Wohnungswirtschaft Sachsen-Anhalts VdW/ VdWg) eingeladen. Schließlich gibt es in Sachsen-Anhalt ca. 770.000 Mietwohneinheiten. "Gerade wenn es um Wohnquartiere geht, ist die energetische Sanierung immer eine Gemeinschaftsaufgabe", so Jost Riecke, Verbandsdirektor des VdW. Problematisch seien vor allem die leerstehenden Wohnungen. "Zwei halbvolle Häuser verbrauchen mehr Energie als ein volles", machte Riecke deutlich.

Gebäudeeffizienz als Bestandteil des Klima- und Energiekonzeptes (KEK) des Landes

Dass die Potenziale im Gebäudebereich auch im Klima- und Energiekonzept (KEK) des Landes Sachsen-Anhalt eine Rolle spielen, zeigte der Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie, Klaus Rehda, auf. "Es gilt, die gesetzlichen Rahmenbedingungen und Bau-Vorschriften zu verbessern, um diese Potenziale besser nutzen zu können." Mit dem KEK und den darin enthaltenen Maßnahmen soll Sachsen-Anhalt sein Klimaschutzziel, die Treibhausgasemissionen auf 31,3 Millionen Tonnen zu senken, erreichen. Dabei stellen Erneuerbare Energien und Energieeffizienz wichtige Eckpfeiler dar. "Bereits heute haben wir Tage, an denen wir Sachsen-Anhalt komplett aus Erneuerbaren Energien versorgen können. Ziel ist eine hundertprozentige Versorgung bis 2050", betonte Rehda.

Um auch anderen Städten und Gemeinden einen Anstoß zur energetischen Sanierung ihrer Stadtquartiere zu geben, wurden auf dem 11. ENERGIEFORUM Sachsen-Anhalt bereits erfolgreich durchgeführte Quartierssanierungen in Halle (Saale), Harzgerode, Benndorf und der Gastgeberstadt Lutherstadt Eisleben vorgestellt.

Pressemitteilung zum 11. ENERGIEFORUM als PDF